Das Mentale Modell

Vielen ist sicherlich schon aufgefallen der Aufbau von heutigen Webseiten alle ähnlich sind. Zum Beispiel findest du kaum eine Seite bei das Hamburger Menü nicht oben rechts platziert ist. Oder ein Logo oben in der Leiste seinen Platz hat. Um genau um dieses Phänomen wird es in diesem untypisch für den Bereich Grafik gehen Artikel gehen.

Was ist ein mentales Modell?

Laut Wikipedia ist ein mentales Modell eine «Repräsentation eines Gegenstandes oder eines Prozesses im Bewusstsein eines Lebewesens.» Gut, was soll uns das jetzt genau sagen?

Anders formuliert ist ein mentales Modell ein vereinfachtes Abbild der Realität und soll auf eine verständliche Art und Weise Funktionen und Daten abbilden. Für den UX Designer, Userbility Spezialisten und Interaktion Designer ist das Mentale Modell ein zentrales Konzept und hat grossen Einfluss auf die Benutzerfreundlichkeit. Auch kann das Mentale Modell sehr hilfreich bei Erstellen von Anleitungen, Dokumentationen, Lehrmaterial oder andere Nutzerhilfen sein.

Die unterschiedlichen Modelle

Um als Designer für den Benutzer ein digitales Produkt wie eine Webseite erstellen zu können, ist das mentale Modell ein wichtiges Werkzeug. Hierfür gibt es drei wichtige Arten von Modellen: Das Implementierungs-Modell, das Mentale Modell des Nutzers und das Repräsentations-Modell. Aber was sind die Unterschiede?

Implementierungs-Modell

Ein Ingenieur oder Programmierer beschäftigt sich mit der Frage, welche Sprache sich für die Programmierung einer Anwendung eignet und wie sich ein Code oder Algorithmus effizient umsetzen lassen. Aus diesem Implementierungs-Modell lässt sich damit das technische Bild generieren.

Mentales Modell des Nutzers

Nehmen wir an du findest auf Netflix eine Serie, die dich anspricht, welche du aber gerne später ansehen möchtest. Als Nutzer fügst du dies einfach zu deiner «Liste» hinzu – Fertig. Du machst dir während dieser Handlung keine Gedanken darüber, was es mit dem

technischen Ablauf auf sich hat, oder welche Programmierung hinter dieser Anwendung steckt. Das ist das sogenannte mentale Modell des Nutzers. Für den Nutzer ist das komplexe Wissen das hinter einem Mechanismus oder einer Software steckt nicht wichtig, um sein Auto zu bedienen oder sich einen Film im Kino ansehen zu können. Der Nutzer erstellt in seinem Kopf ein Modell für die Funktionsweise, zwar nicht mit dem dahinterliegenden Prozess übereinstimmt aber für die Nutzung eines Produkts reicht.

Repräsentations-Modell

Das Repräsentations-Modell entspricht der Benutzeroberfläche. Hier beim Designer kommt alles zusammen. Es geht darum die Computerfunktion unabhängig von der wirklichen Aufgabe der Softwear oder eines Programms dazustellen.

Anders gesagt es ist dem Benutzer nicht wichtig, wie genau das PDF, welches er von einer Webseite runter zieht, erzeugt wird. Dem Nutzer ist es nur wichtig zu wissen, mit welchem Button sich diese Aktion durchführen lässt und ob die Darstellung als optimale Wegleitung funktioniert.

Immer am Ball bleiben

Je ähnlicher das Repräsentations-Modell dem mentalen Modell des Benutzers ist, desto einfacher wird dieser das Programm verstehen und bedienen können. Das mentale Modell basiert aber auf Annahmen und Überzeugungen. Auch ist es von Person zu Person unterschiedlich. So kann es vorkommen, dass das mentale Modell des Nutzers vom Repräsentations-Modell abweicht, was zur Folge hat, dass beispielsweise das Bedienen einer Webseite Schwierigkeiten bereitet. Da sich das Web und die Technologien laufend ändern, ändert sich auch das mentale Modell. Daher empfiehlt es sich, ein Design für ein Produkt jeweils mit Hilfe Usability-Testings, Umfragen und weiteren Auswertungs-Methoden zu überprüfen, um so eine möglichst grosse Übereinstimmung zwischen dem mentalen Modell und dem Repräsentations-Modell zu gewährleisten

 

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