Wie wichtig ist die Blogartikel-Länge?

Im Artikel zeige ich dir wie wichtig die Blogartikel-Länge ist und auf was du bei kurzen und langen Artikeln achten solltest.

Eine heiß diskutierte Frage unter Bloggern, Marketingexperten und SEO-Managern. Soll es ein kurz und knapper Blogartikel a la Seth Godin sein? Oder doch ein langer Blogartikel, der ein Thema ausgiebig vertieft? Spielt die Länge des Blogartikels überhaupt eine Rolle bzw. existiert überhaupt die perfekte Blogartikel-Länge?

Warum ist die Blogartikel-Länge so ein wichtiges Thema?

Manche Marketer sind überzeugt, dass ein guter Blogartikel 1000 oder mehr Wörter umfasst – andere sehen Vorteile in kurz und knappen Artikeln.

Zuerst einmal sollten die Leser einen Mehrwert von einem Artikel erfahren und von dessen Qualität überzeugt sein. Eine ansprechende Überschrift, eine durchdachte Struktur und eine angemessene Artikellänge bilden die Grundlage für einen qualitativen Blogartikel. Abhängig von deiner Zielgruppe, können diese Grandlagen unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Wichtig dabei, die Blogartikel-Länge sollte nicht in Abhängigkeit des Themas bzw. Inhaltes betrachtet werden. Trivial, dass ein künstlich in die Länge gezogener Artikel – Hauptsache möglichst lange – nicht gerne gelesen wird. Verschwende nicht die Zeit deiner Leser!

Auf einer Seite funktionieren lange Artikel gut und werden positiv wahrgenommen, auf der anderen spielt die Länge keine Rolle, solange die Qualität stimmt. Im Zentrum hierbei steht die Aufmerksamkeitsspanne der Leser und dem gegenüber, der Informationsgehalt. Langweile deine Leser nicht mit Lückenfüllerwörter, sondern versuche ohne Informationsverlust auf den Punkt zu kommen. So viel wie nötig, so wenig wie möglich! 

Versetze dich einmal in die Lage eines Lesers. Ein kurzes Beispiel: Du suchst nach einer Lösung für ein Problem, weil du auf deiner selbsterstellten Website nicht weiterkommst. Wie lange verweilst du auf der angeklickten Website, die angibt dein Problem zu lösen, wenn die Lösung nicht gleich ersichtlich ist? Ich möchte natürlich schnellstmöglich eine Lösung dafür finden, ohne viel leeren Inhalt lesen zu müssen. Dieses Beispiel sollte dir darlegen, dass die Qualität des Inhalts vor der Artikellänge anzusetzen ist. Ich bin mir dabei bewusst, dass es verschiedene Blogs gibt, mit unterschiedlichen Zielen.  

SEO und Ranking

Abgesehen von der Qualität, sollte dein Artikel auch gefunden werden und die richtigen Signale an Google und Co. übermitteln. Wir sind also beim SEO angelangt. In diesem Zusammenhang spielen die korrekt gewählten Keywords, seriöse Verlinkungen und natürlich die optimale Wortanzahl eine zentrale Rolle. Falls die Suchmaschinen diese Signale positiv beurteilen, können gute Rankings erzielt werden.

Verschiedene Studien zeigen, dass längere Artikel besser Ranken. Eine Studie von OkDork analysierte 100 Millionen Artikel, und fanden unteranderem heraus, dass Beiträge zwischen 3000 bis 10000 Wörter ausserordentlich gut ranken. Eine weitere Studie von Hubspot, in der sie ihre eigenen Inhalte analysierten, kam zum Ergebnis von über 6000 eigenen Blogartikel, dass Artikel mit einer Wortanzahl von 2250 bis 2500 den besten Google-Traffic mit sich bringt.

Des weiteren sollte die Überschrift als auch der Text die zielgruppenrelevanten Keywords enthalten, um höher zu ranken. Wichtig, dass du ein Gleichgewicht zwischen SEO, Lesbarkeit und dem eigenen Stil wahrst. Bedenke, dass Blogartikel auch überoptimiert werden können. Wiederholt ein Blogartikel ein Keyword zu häufig, erkennt das die Suchmaschine und bestraft dieses Vorgehen. Ebenfalls bei zu viel Optimierung leidet die Lesbarkeit. Das Lesen sollte ja Spaß machen!

Summa summarum bedeutet das: Die perfekte Blogartikel-Länge sollte die Leser und die Suchmaschinen gleichermassen zufriedenstellen, da diese eng miteinander verbunden sind. Doch was heisst das jetzt konkret, kurze oder lange Artikel?

Kurz und knapp – Argumente für kurze Blogartikel

Kurze Blogartikel haben weniger als 1000 Wörter. Die Wortanzahl beläuft sich dabei auf ca. auf 200 bis 600 Wörter. Was spricht für kurze Artikel?

  • Viele Veröffentlichungen: Kurze Artikel sind schnell geschrieben. Somit kannst du eine hohe Posting-Frequenz fahren, der Blog wird somit laufend aktualisiert, Content für Social Media wird geschaffen und dadurch steigt der Post möglicherweise im Ranking.
 
  • Schneller Content: Kurze Artikel können schneller konsumiert werden und werden einfacher vom Leser aufgenommen.
 

Möchtest du kurz und bündig Informationen an den Leser bringen, dann verwende deine Worte bedacht und präzise und verzichte auf ausschmückende Geschichten.

Beispiel für kurze Blogartikel

 Das klassische Beispiel dafür ist der Blog des amerikanischen Unternehmers und Autor, Seth Godin.

Viele seiner Blogartikel umfassen weniger als 200 Wörter. Sein Artikel «Investments and expenses» kommt lediglich auf 67 Wörter und das ist keine Ausnahme. Trotzdem ist sein Blog hoch erfolgreich und wird zahlreich geteilt und geliked.

Somit können kurze Artikel durchaus gut funktionieren, da sie schnell zu lesen sind. Beispiele zeigen, dass diese, gerade wenn man regelmäßig viele Artikel veröffentlicht gut ankommen. Wiederum bei langen Artikeln kannst du eine weniger dichte Postingfrequenz fahren, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Wichtig dabei ist, dass trotz der Kürze des Artikels, der Informationsgehalt hochgehalten werden soll. Ebenfalls solltest du auf die Keyworddichte achten. Eine zu hohe Keyworddichte bewerten Suchmaschinen negativ und gleichzeitig leidet der Lesespaß darunter bzw. macht den Text unleserlich.

Wichtig dabei, erwarte kein sonderlich gutes Ranking mit kurzen Artikeln. Natürlich kommt es auch auf das spezifische Thema an, über welches du schreibst. Trotzdem eine klare Tendenz ist erkennbar.

Lang und ausführlich – Argumente für lange Blogartikel

Lange Blogartikel umfassen mehr als 1000 Wörter. Nicht selten kommt es vor, dass Blogger auf mehr als 2000 oder sogar 3000 Wörter für einen einzelnen Artikel kommen. Was spricht nun für einen langen Artikel?

  • Themen vertiefen: In langen Artikel kannst du auf ein Thema tiefgehender und detaillierter eingehen als in kurzen. Gerade bei anspruchsvollen Themen kann es hilfreich sein einen ausführlicheren Ansatz zu verfolgen, um den Leser bestmöglich zu informieren.
 
  • Höheres Ranking: Eine hohe Wortanzahl wird von den Suchmaschinen positiv bewertet und kann für ein höheres Ranking in den organischen Suchergebnissen sorgen.
 
  • Mehr geteilt: Eine Studie der SEO-Spezialisten von Moz haben über eine Million Websites analysiert. Dabei haben sie im Zusammenhang mit der optimalen Inhaltslänge herausgefunden, dass Artikel mit über 1000 Wörter, durchgängig mehr Shares und Likes bekommen als kurze. Dies gilt insbesondere für meinungsbildende und forschungsgestütze Artikel. Zur Studie: Content, Shares, and Links: Insights from Analyzing 1 Million Articles 
 

Achte dabei auf eine angemessene Struktur und Schreibweise, um den Leser bei Laune zu halten und nicht in eine unendliche Geschichte abzuschweifen. Absätze, Zwischentitel, Textboxen, Zitate und Aufzählungen helfen dem Leser, sich im Artikel zurechtzufinden und können so schnell die wichtigsten Punkte herausfiltern. Bilder und Grafiken können zusätzlich den Artikel ansehnlicher machen.

Ebenfalls solltest du auf unnötige Füllsätze verzichten, da der Text schon lange genug ist. Dieser Punkt wird dabei bestärkt durch die Studie von der Publishing-Plattform Medium, welche ergeben hat, dass sich Leser etwa sieben Minuten auf einen Text konzentrieren können. Zur Studie: The Optimal Post is 7 Minutes

Fazit: Existiert nun die perfekte Artikellänge?

Die perfekte Blogartikel-Länge gibt es nicht! Wie lange dein Artikel schlussendlich wird, hängt von der Thematik ab und wie weit du ins Detail gehen möchtest.

Google und Co. haben unterschiedliche Anforderungen an einen Blogartikel. Während die Suchmaschinen lange Artikel mehrheitlich positiv bewerten, neigen Internetnutzer eher dazu, kürzere Artikel zu lesen.

In der Infografik von “The Internet is a Zoo: The Ideal Length of Everything Online” von Buffer, wird gezeigt, dass die ideale Artikellänge bei 1600 Wörtern liegt. Andere Studien (OkDork oder CoSchedule) zeigen, dass die optimale Länge noch höher liegt. Diese Zahlen unterscheiden sich jedoch unteranderem von der Zielgruppe und sollte dabei nur als Richtwert betrachtet werden. Somit solltest du die Länge deiner Artikel auf dein spezielles Gebiet, den Wettbewerb und das abgedeckte Thema anpassen.

Abgesehen von der Wortanzahl, ist es von zentraler Bedeutung, dass du dich in erster Linie auf die Qualität des Inhaltes konzentrierst. Des Weiteren lege Wert auf die Lesbarkeit, eine übersichtliche Struktur, Layout und visuelle Unterstützung wie Grafiken. Stelle sicher, dass deine Website schnell geladen wird und der Artikel auch auf dem Mobilgerät lesbar ist.

Die Relevanz ist ebenso wichtig. Qualitativer premium Content bedeutet, dass wenn jemand auf LinkedIn auf deinen Link klickt, erhält, wofür er sich entschieden hat. Das wiederum bestimmt auch deine Artikellänge. Integrierst du in einem kurzen Artikel die relevantesten Informationen kurz und knackig, kannst du deine Leser genauso überzeugen wie mit einem sinnvoll strukturierten und packenden langen Artikel.

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